August 20, 2018

Was ist der Core oder Rumpf?

Core Strength oder auch Rumpfkraft ist seit dem es funktionelles Training gibt in aller Munde. Und zwar zu Recht!
Ohne eine starke Körpermitte, wird kein Athlet eine Übung schnell, kraftvoll und dynamisch ausführen können.
Last uns zunächst einmal sehen, was der Rumpf überhaupt ist.
Im Allgemeinen wird der Rumpf bezeichnet als Torso und besteht aus:

Brustkorb

Bauch
Rücken
Becken

 

Muskulatur im Core: Bauch, Rücken, Hüfte und Beckenboden

Ein starker Core ist die Grundlage für eine gute Körperstabilität und -kontrolle. Die Muskulatur im Rumpfbereich, auch als Core bezeichnet, spielt eine entscheidende Rolle bei nahezu jeder Bewegung, sei es im Alltag oder bei sportlichen Aktivitäten. In diesem Artikel erfährst du, warum Core Strength so wichtig ist und wie du deine Rumpfmuskulatur effektiv trainieren kannst.

Die Core Strength, also die Stärke deines Rumpfes, umfasst verschiedene Muskelgruppenwie die Bauchmuskulatur, den Rücken, die Hüfteund den Beckenboden. Indem du gezielt an deiner Core Strength arbeitest, kannst du nicht nur deine Haltung verbessern, sondern auch Rückenschmerzen vorbeugen und deine Leistungsfähigkeit in anderen Sportarten steigern.

  1. Rectus abdominis (gerader Bauchmuskel): Dieser Muskel erstreckt sich entlang der Vorderseite des Bauches und ist maßgeblich für die Bauchmuskeldefinition verantwortlich. Er wird aktiviert, wenn du Crunches, Sit-ups oder ähnliche Übungen ausführst.

  2. Transversus abdominis (querverlaufender Bauchmuskel): Dieser Muskel befindet sich in der tiefsten Schicht der Bauchmuskulatur und spielt eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung des Rumpfes. Er wird aktiviert, wenn du Übungen wie Planks oder Beckenbrücken durchführst.

  3. Obliquus externus abdominis (äußerer schräger Bauchmuskel): Dieser Muskel verläuft diagonal an den Seiten des Rumpfes und ist für die Rotation und Seitneigung des Rumpfes zuständig. Er wird aktiviert, wenn du Russian Twists oder seitliche Planks ausführst.

  4. Obliquus internus abdominis (innerer schräger Bauchmuskel): Dieser Muskel liegt unter dem äußeren schrägen Bauchmuskel und unterstützt dessen Funktion bei der Rotation und Seitneigung des Rumpfes.

  5. Erector spinae (Rückenstrecker): Diese Muskelgruppe besteht aus verschiedenen Muskeln entlang der Wirbelsäule und ist für die aufrechte Haltung des Rückens zuständig. Sie wird aktiviert, wenn du Übungen wie Rückenstrecken oder Superman-Übungen ausführst.

  6. Multifidus: Diese tief liegenden Muskeln unterstützen die Stabilität der Wirbelsäule und sind insbesondere bei isometrischen Übungen wie Planks aktiv.

  7. Gluteus maximus (großer Gesäßmuskel): Dieser Muskel ist an der Hüftstreckung beteiligt und wird bei Übungen wie Beinheben oder Brücken aktiviert, um die Stabilität des Rumpfes zu gewährleisten.

Es ist wichtig zu beachten, dass das Core Training auch andere Muskeln indirekt beanspruchen kann, da der Rumpf als zentrales Bindeglied zwischen Ober- und Unterkörper fungiert. Die genaue Aktivierung der Muskeln kann je nach Übung und individueller Ausführung variieren.

Viele Menschen denken beim Core immer nur an die Muskulatur die im Becken liegt oder die Bauchmuskulatur.
Wir sehen aber, dass viel mehr Muskelgruppen involviert sind wenn es um den Rumpf - oder Core - geht.


Wofür brauche ich den Rumpf überhaupt?

Der Rumpf ist die Verbindung der Extremitäten und ohne eine stabile Mitte wird Dein Laufbild schlecht, Du schwimmst schräg und der Alltag wird zur Herausforderung.
"Letztendlich ist der Rumpf der Übergang für alle Bewegungen", erklärt Prof. Winfried Banzer von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP). "Die Körpermitte ist an jeder Bewegung beteiligt", sagt Prof. Kuno Hottenrott, Präsident der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft. Nicht nur beim Sport wird der Rumpf so gefordert, auch schon beim Sitzen und beim Gehen. "Der Rumpf ist der Mittler, das Zentrum der Bewegung." Und ein stabiler Mittler ist ein besserer Mittler: Zum Schutz der Wirbelsäule vor auftretenden Belastungen und beim Sport zur Weiterleitung der auftretenden Kräfte, erklärt Carsten Müller vom Arbeitsbereich Leistung und Training im Sport der Universität Münster.

Rumpfkraftübungen um euch zu einer starken Mitte zu verhelfen findet ihr hier:

Die hier gezeigten Übungen sind teilweise nicht für Anfänger geeignet bzw. es gibt bessere für den Beginn wenn euch die Basis fehlt. Fragt hierzu bitte eure/n Trainer/in und lasst euch individuell beraten, welche Übungen geeignet sind.
Gerade für das Core- und Athletiktraining empfehlen wir immer einen versierten und fachkundigen Trainer zu involvieren der euch und eure Bewegungen überwachen kann.
Die im Video gezeigten isometrischen Übungen (isometric core exercises) können je nach Zielsetzung in euer Training integriert werden.

welche Vorteile hat ein starker Rumpf?

Eigentlich liegen die Vorteile klar auf der Hand. Wenn ich schnell und effizient laufen möchte, sollte ich über eine starke Körpermitte, also eine kräftige Rumpfmuskulatur verfügen. Das gilt auch für alle Ballsportarten, Golf, schwimmen und so weiter.
Nicht ohne Grund hat der DFB unter Jürgen Klinsmann im Vorfeld der Fußball WM 2008 das Core-Training in das Training der Fußball Profis eingebaut, damals zwar noch als "amerikanisches Gedönse" belächelt, bleibt den Kritikern von damals heute das Lachen im Hals stecken!

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil ist, dass sich Dysbalancen vermeiden lassen. Durch die gleichseitigen Belastungen werden die langen Muskelketten beansprucht. 

 

Effektives Training für die Core Strength

Es gibt zahlreiche Übungen, die speziell darauf abzielen, deine Core-Muskulatur zu stärken. Dazu gehören Übungen wie Planks, Russian Twists, Crunches und Beinheben. Diese Übungen trainieren nicht nur deine Bauchmuskeln, sondern auch deine seitlichen Rumpfmuskeln, deine Rückenmuskulatur und deine Hüftmuskeln. Durch regelmäßiges Core Training verbesserst du deine Stabilität, Koordination und Balance.

Core Strength für Läufer und andere Sportarten

Besonders für Läufer und andere Sportler ist eine starke Core-Muskulatur von großer Bedeutung. Ein starker Rumpf unterstützt dich dabei, effizienter zu laufen, Verletzungen vorzubeugen und deine Leistung zu steigern. Indem du deine Core Strength trainierst, verbesserst du die Kraftübertragung von deinen Armen und Beinen auf deinen Torso, wodurch du schneller und effektiver agieren kannst.

Core Strength im Alltag: Haltung, Bewegungen und Vorbeugung von Verletzungen

Darüber hinaus ist eine gute Rumpfstärke auch im Alltag von Vorteil. Sie unterstützt dich bei alltäglichen Bewegungen wie Heben, Tragen und Bücken. Ein starker Core trägt zur Stabilität deiner Wirbelsäule bei und reduziert das Risiko von Verletzungen und Problemen im Rückenbereich.

Core Training für Anfänger und fortgeschrittene Athleten

Das Training der Core-Muskulatur sollte in jedes Workout integriert werden, unabhängig davon, ob du Anfänger oder fortgeschrittener Athlet bist. Beginne mit grundlegenden Übungen und steigere dich nach und nach. Achte darauf, dass du die Übungen korrekt ausführst und kontrollierte Bewegungen machst, um Verletzungen zu vermeiden.

Die Vorteile eines gezielten Core Workouts

Insgesamt bietet ein gezieltes Core Workout zahlreiche Vorteile. Es verbessert deine Stabilität, Körperhaltung und funktionelle Fitness. Zudem trägt es zur Stärkung verschiedener Muskelgruppen bei, darunter auch der Gluteus-Muskeln und der Muskulatur rund um den Rumpf und die Hüfte. Durch regelmäßiges Training kannst du deine Core Strength aufbauen und von den positiven Effekten profitieren.

Fazit zum Rumpftraining

Core Strength ist von großer Bedeutung für eine gesunde und leistungsfähige Körpermitte. Ein starker Rumpf unterstützt dich nicht nur bei sportlichen Aktivitäten, sondern auch im Alltag. Durch gezieltes Core Training kannst du deine Stabilität, Balance und Haltung verbessern, Rückenschmerzen vorbeugen und Verletzungen minimieren. Es gibt eine Vielzahl von Übungen, die deine Core-Muskulatur ansprechen und stärken, von Planks über Crunches bis hin zu Beinheben. Egal, ob du Anfänger oder erfahrener Athlet bist, integriere Core Workouts in dein Training, um die Vorteile einer gestärkten Körpermitte zu nutzen. Investiere in deine Core Strength und erlebe die positiven Auswirkungen auf deine körperliche Leistungsfähigkeit und dein Wohlbefinden.

nicht mehr Muskeln - sondern stärkere

Es geht - wie im gesamten Athletiktraining an sich - nicht primär um dem Muskelaufbau oder "Pump", sondern um die Stärkung der Muskulatur, eine verbesserte Zusammenarbeit der verschiedenen Muskeln und Muskelketten.

 


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