November 16, 2018

Hookgrip – stärker mit der Daumenklemme

Griffkraft ist oft der limitierende Faktor im Gewichtheben, Crossfit Training oder im Kettlebell-Training. Aber auch bei klassischen Übungen aus dem funktionellen Training wie Pull Ups, Deadlifts, Farmers Walk oder am Peg-Board kann die Griffkraft schnell nachlassen und verhindern, dass Ihr weiter trainieren könnt.
Abhilfe schafft dann der sogenannte Hookgrip, auf deutsch Daumenklemme.

Wenn eure Unterame nicht wie die von Popeye mit Spinat aufgepumpt sind, dann kann der Hookgrip die Lösung für euch sein länger durchzuhalten ;-)

Wo wird der Hookgrip benutzt?

Im Gewichtheben, Powerlifting und natürlich auch im CrossFit wird diese Griffvariante von vielen professionellen Athleten regelmäßig genutzt, um sicherzustellen das die Hantel so lange fest in der Hand bleibt, wie sie es soll. Klassisch wird die Daumenklemme dabei vor allem im Olympischen Gewichtheben verwendet, er kommt aber auch oft im Powerlifting vor.


Wie funktioniert der Hookgrip?

Beim Hookgrip, oder der Daumenklemme, wird die Hand wie gewohnt geschlossen um die Langhantel gelegt, mit den Unterschied, dass der Daumen bzw. der vorderste Teil des Daumengelenks vom Zeige- und Mittelfinger "eingeklemmt" wird. Das bewirkt, dass der Daumen nicht mehr alleine die entstehenden Kräfte an der Stange halten muss. Dadurch wird vermieden, dass sich die Hand öffnen und die Langhantel herausrollen kann.

  • Die Hand auf die Langhantel legen
  • Jetzt das erste Daumenglied mit Zeige- und Mittelfinger greifen
  • schon ist der Hookgrip ein Hookgrip

Hookgrip

Was gilt es beim Hookgrip zu beachten?

Im Deutschen heißt der Hookgrip nicht umsonst “Daumenklemme”. Wir klemmen unseren Daumen zwischen der Hantel und unserem Zeige- und Mittelfinger ein. Das ist besonders am Anfang wenn man sich noch auf die Technik und den generellen Umgang mit der Langhantel konzentrieren muss meist sehr gewöhnungsbedürftig. Aber versprochen, der Hookgrip wirkt!
Almir Velagic hat uns bei einem Workshop mal verraten, dass der Hookgrip bei Ihm so in seiner motorischen Gedächtnis eingebrannt ist, dass er sich sogar in der Bahn mit dem Hookgrip an der Stange festhält ;-)

Die wichtigsten Punkte beim Hookgrip:

  1. Der Druck auf den Daumen muss fest sein, soll ihn aber nicht abschnüren
  2. ob Du nur mit dem Zeigefinger oder mit Zeige- und Mittelfinger greifst, hängt von der individuellen Anatomie ab
  3. Der Hookgrip verlangt etwas Gewöhnung - lass Dir also Zeit Dich daran zu gewöhnen
  4. Mit Tape oder einem Daumenschutz kannst Du Verletzungen und Hautabrieb vorbeugen

Wichtig ist, dass Ihr den Hookgrip beim beim Clean in der Catch Position lösen solltet. Das ist allerdings kein Muss, sondern ein "Kann", passiert aber bei den meisten Athleten von selbst. 
Sicherer ist es auf jeden Fall wenn der Griff gelöst wird, besonders beim Clean. Die Langhantelstange kann dann wieder tiefer in die Hand gleiten und die Handgelenke können abgeknickt werden.
Beim Reißen und Stoßen im Gewichtheben sollte der Hookgrip immer schon ab der ersten Hebephase angewendet werden.

Es empfiehlt sich zudem den Daumen zu tapen, um zu verhindern, dass die Innenseite des Daumens aufreißt. Dann kann es nämlich aufgrund der Schmerzen wieder dazu kommen, dass Ihr im WOD nicht die Leistung abrufen könnt, die Ihr eigentlich abrufen könntet. 
Aber hier ist Vorsicht geboten, tapt das Daumengelenk nicht zu fest, da die Beweglichkeit des Daumengelenks erhalten bleiben muss. 


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